Tiefengrund Test

Neue Farbe, neue Tapeten, neue Fliesen – ohne hochwirksamen Tiefengrund für die Fläche kann es hier zu sehr enttäuschenden Effekten kommen. Mineralische Untergründe können stark saugfähig sein und daher zu viel Tapetenleim, Farbe oder Fliesenkleber aufnehmen. Das Resultat sind unschöne Farbunterschiede an der Wand, nicht haftende Fliesen und Tapeten, die einfach wieder von der Wand fallen. In unserem Tiefengrund Test haben wir einige Tiefengrund Produkte getestet und zeigen Ihnen hier welche die besten sind.

Die Tiefengrund Top 6

BILD PRODUKT BEWERTUNG BESCHREIBUNG PREIS ANGEBOT
1 MEM Super Haftgrund 5 I, 500062 MEM Super Haftgrund Test
Zum Testbericht › € 14,99 *

* inkl. MwSt. | am 20.10.2017 um 18:49 Uhr aktualisiert

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2 Pufas Tiefengrund LF 10 L Hydrosol-Acrylat Tiefgrund Grundierung innen u. außen Pufas Tiefengrund LF 10 L Hydrosol-Acrylat Test
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* inkl. MwSt. | am 20.10.2017 um 18:44 Uhr aktualisiert

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3 10l seboprim Qualitäts Tiefengrund 7205 LF gebrauchsfertig - Tiefgrund verarbeitungsfertig seboprim Qualitäts Tiefengrund 7205 LF Test
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4 decotric Tiefengrundierung LF 2,5 Liter [Misc.] decotric Tiefengrund Test
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* inkl. MwSt. | am 20.10.2017 um 18:41 Uhr aktualisiert

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5 novatic Blaues Wunder, Tiefengrund LF novatic Blaues Wunder Tiefengrund LF Test
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6 20l BAUCLUSIV HYDROSOL TIEFGRUND VERARBEITUNGSFERTIG Bauclusiv Hydrosol Tiefgrund Test
Zum Testbericht › € 27,00 *

* inkl. MwSt. | am 20.10.2017 um 18:44 Uhr aktualisiert

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Was macht Tiefengrund aus?

Die Funktionsweise von Tiefengrund ist im Prinzip sehr einfach. Die Flüssigkeit wird großzügig mit dem Pinsel auf die zu bearbeitende Fläche aufgetragen. Sie dringt in die Poren des Untergrunds ein, verschließt diese und sorgt dafür, dass beim Streichen, Tapezieren etc. hervorragende Ergebnisse erzielt werden können. Tapeten und Fliesen haften deutlich besser, Farben lassen sich leichter verarbeiten und leuchten kräftiger. Weiterhin sorgt Tiefengrund dafür, dass Unterschiede bei verschiedenartigen Untergründen ausgeglichen werden. Die Materialien, aus denen der Untergrund besteht, werden verfestigt; die Oberfläche wird staubfrei und damit optimal für die anschließende Behandlung mit Farbe, Leim etc. vorbereitet. Vor allem sandhaltige Untergründe sollten mit Tiefengrund entsprechend vorbereitet werden.

Wie wird Tiefengrund angewendet?

Die Untergründe werden so lange mit Tiefengrund bestrichen, bis die Sättigungsgrenze vollflächig erreicht ist. Das lässt sich einfach daran erkennen, dass die Substanz nicht mehr aufgenommen wird, die Fläche ist „satt“. Damit wirklich die gesamte Fläche gestrichen wird, sind manche Tiefengrund-Produkte eingefärbt, um es gerade den Nicht-Fachleuten unter den Handwerkern ein wenig einfacher zu machen: Je kräftiger die Farbe, desto satter der Grund. Ein weiterer Vorteil des gefärbten Tiefengrunds: Auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen lässt sich die Grundierung schnell und einfach durchführen.

Welcher Tiefengrund ist der richtige?

Der Markt bietet unterschiedliche Varianten von Tiefengrund-Produkten, damit für jedes Untergrundmaterial die richtige Grundierung angewendet werden kann. Für glatte und feste Untergründe wird mit Wasser verdünnbarer Tiefengrund empfohlen. Er ist lösungsmittelfrei und im Handel unter der Fachbezeichnung „Tiefengrund LF“ erhältlich. Er wird verwendet, wenn ausgasende Chemikalien um jeden Preis zu vermeiden sind. Dies ist vor allem in geschlossenen Räumen der Fall. Der Untergrund muss frei von Schmutz und Nässe sein; auch Schimmel ist restlos zu entfernen. Schimmel entsteht unter anderem durch erhöhte Luftfeuchtigkeit im Raum, falsches Lüften, Bauschäden und ähnlichem. Im Handel werden zwar auch spezielle Grundierungen gegen Schimmel angeboten; wichtig ist dennoch, vor der Anwendung zunächst die Ursache zu ermitteln und zu beseitigen. Damit sich auch nach der Anwendung kein neuer Schimmel bilden kann, ist es wichtig, dass die Untergründe atmen können, damit sich kein Nässestau bildet. Beim Kauf von Tiefengrund ist unbedingt darauf zu achten, dass das Produkt ebenso wie der Putz und/oder die Tapeten und Wandfarben atmungsaktiv ist.

Lösemittelhaltiger Tiefengrund wird für alte Putze, sandenden, mehlenden oder kreidenden Untergrund verwendet; allerdings sollte er wegen der beißenden Dämpfe fast ausschließlich im Außenbereich zum Einsatz kommen. Lösemittelhaltige Produkte wirken tief im Untergrundmaterial, schließen die Poren und verfestigen und verdichten das Material. Lösemittelhaltiger Tiefengrund sollte exakt nach Anweisung verarbeitet werden. Wichtig ist die Einhaltung der vom Hersteller genannten Trocknungszeiten und das ausreichende Lüften der Räume, in denen das Produkt verwendet wurde.

Für welche Untergründe eignet sich Tiefengrund?

Grundiert werden können je nach Hersteller und Marke:

– Beton
– Leichtbeton
– mineralische Putze
– Faserzementplatten
– Hartfaserplatten
– Pressplatten
– Innenputze
– Gipsputze
– Gipsbauplatten
– Ziegel-Vormauersteine

Grundieren und verfestigen lassen sich:

– alte und sandende Putze
– Mineralfarbenbeschichtungen
– Kalkbeschichtungen
– kreidende Dispersionsbeschichtungen

Was muss vor der Anwendung beachtet werden?

Die Untergründe müssen trocken, sauber und tragfähig sein. Altanstriche, die nicht mehr funktionsfähig sind, sollten rückstandslos entfernt werden. Falls im Außenbereich Algen, Flechten und/oder Moose vorhanden sind, können diese ggf. mit einem Imprägnierer behandelt werden.

Wie ist der Tiefengrund anzuwenden?

Sind die Untergründe überdurchschnittlich stark saugend oder sandend, sollte die erste Schicht Tiefengrund unverdünnt oder alternativ nass in nass aufgetragen werden. Bei weniger stark saugenden Flächen reicht bei den meisten Varianten ein einmaliges Auftragen mit 10 % Verdünnung. Hier sollte jedoch unbedingt auf die Herstellerangaben geachtet werden, da diese je nach Produkt deutlich variieren können!

Die grundierten Flächen sollten wenigstens 24 Stunden lang bei normaler Temperatur und Luftfeuchtigkeit trocknen. Liegt die Temperatur niedriger oder die Luftfeuchtigkeit höher, verlängert sich die Trocknungsphase entsprechend.

Sinnvoll ist es, den Tiefengrund zunächst auf einer ausreichend großen Testfläche auszuprobieren, um die Wirkung hinsichtlich Verbrauch und Haftung zu ermitteln. Der entstehende Tiefengrund-Film sollte nach dem Trocknen nicht glänzen, da dies ein Hinweis auf ein Zuviel sein kann und nachfolgende Beschichtungen (Farbe, Leim etc.) eventuell weniger gut haften.

Welche Arbeitsgeräte werden für das Auftragen benötigt?

Je nach Größe und Art der zu grundierenden Fläche eignen sich Pinsel und/oder Bürsten. Für größere Flächen kann ein Flächenstreicher mit Teleskopstange verwendet werden. Kunststoffborsten sind grundsätzlich zu vermeiden!

Weitere Informationen zum Tiefengrund

Tiefengrund wird in der Regel in so genannten Weißblech-Gebinden verkauft. Diese sind vor Temperaturen über 30°C unbedingt zu schützen; außerdem sind sie trocken zu lagern. Geschlossene Behälter können bis zu 24 Monate gelagert werden. Angebrochene Behältnisse sollten so schnell wie möglich geleert werden und sind ggf. gesetzeskonform zu entsorgen. Behälter mit angetrocknetem Tiefengrund können in den meisten Städten und Kommunen über die Restmülltonne entsorgt werden; flüssige Reste nehmen die Schadstoffmobile und die entsprechenden Annahmestellen der örtlichen Abfallentsorgung entgegen. Im Einzelfall sind die Details vor Ort konkret zu erfragen.

Der Kontakt mit Haut und Augen ist unbedingt zu vermeiden. Sollte dennoch Tiefengrund auf die Haut oder in die Augen gelangen, sollte sofort mit klarem Wasser gespült und im Zweifel ein Arzt aufgesucht werden. Grundsätzlich wird das Tragen von Schutzhandschuhen und einer Schutzbrille empfohlen.

Bei lösemittelhaltigem Tiefengrund können beißende Dämpfe entstehen, die nicht eingeatmet werden dürfen. Daher ist in Innenräumen auf eine ausreichende Lüftung zu achten und ggf. ein Mund- und Nasenschutz zu tragen.